TIM FISCHER

http://www.mitunskannmanreden.de/2010/01/23/TIM_FISCHER_in_Hildesheim/

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TIM FISCHER singt Georg Kreislers “Gnadenlose Abrechnung”
Sat., 23.01.2010, Audimax der Hochschule Hildesheim , Beginn: 20:00 Uhr

„Kabarettistische Liederabende sind eine heikle Angelegenheit. Man soll Erfahrung haben und gleichzeitig jung sein. Tim Fischer ist einer der ganz wenigen, bei denen das zutrifft.“ Georg Kreisler

Tim Fischer singt Georg Kreislers ‚Gnadenlose Abrechnung’ heißt das neue Programm. Aber mit wem wird abgerechnet? Das ist nicht sicher, und das ist es eben. Irgendwann fällt der Satz: „Vielleicht liegt Berlin am Ganges und New York an der Elbe“. Man kann in unserer Zeit nie wissen, was auf einen zukommt. Ist Europa wirklich nur eine „Bequemlichkeit der Millionäre“, wie es in einem anderen Lied heißt?

Georg Kreisler, Autor und Komponist des Programms, mutet Tim Fischer hier einiges zu. Aber er weiß natürlich seine Worte in den besten Händen. Wie immer gibt es auch Liebeslieder, aber sie sind von Unsicherheit geprägt, vielleicht war der Vater oder der Großvater ein „Fliegergeneral“, und das hat auf den Liebsten abgefärbt. Vielleicht sollte man vorsichtshalber nur reich heiraten. In einem anderen Lied wünscht er sich auf die ferne Insel Samoa, aber auch das ist keine echte Lösung.

An diesem Abend verzichtet Tim Fischer auf alles schmückende Beiwerk. Keine Kostüme, keine Lichteffekte, keine Band, nur er und Rüdiger Mühleisen am Klavier. Der kleine Mann gegen den Rest der Welt, und die Waffe heißt Musik. David gegen Goliath, atemlos und womöglich auch lächelnd, denn Humor hilft weiter, zumindest eine Zeitlang. “Es ist ein Abend, der noch lange in unserer Erinnerung haften wird.“ Georg Kreisler

Pressestimmen:
„Zum zweiten Mal nach dem Musical “Adam Schaf hat Angst” beweisen Deutschlands wohl bester und gewitztester Chanson-Interpret und der Grumpy Old Man des Kabaretts als Autor und Komponist des Abends, dass sie ein absolutes Dreamteam sind. Den Glamour hat Tim Fischer zur Uraufführung in der Bar jeder Vernunft zuhause gelassen. Statt glänzender Catsuits genügt ihm ein grauer Anzug. Mit einem fabelhaften Rüdiger Mühleisen am Klavier entfesselt er ohnehin mit seinem atemberaubend prononcierten Gesang, der selbst die kompliziertesten Zungenbrecher in federleichte Verse verwandelt, und seiner eloquenten Mimik ein tonales Feuerwerk, das vor bösen Pointen nur so strotzt.“ Ulrike Borowczyk, Berliner Morgenpost – 15.2.2009

„Inzwischen ist Georg Kreisler 86 Jahre alt. Aufgetreten ist er seit 2001 nicht mehr. Doch in Tim Fischer, mit dem er seit Jahren eng zusammen arbeitet, hat er einen würdigen Nachfolger auf der Bühne gefunden. Für ihn hat er jetzt ein neues Programm zusammengestellt, das Tim Fischer kongenial präsentiert. Die inhaltliche und stilistische Vielfalt findet in Tim Fischer ihren perfekten Interpreten. Er trifft allein mit seinem stimmlichen, minimalistischen und gestischen Variationsreichtum bei jedem der 27 Stücke den Ton – im wörtlichen wie übertragenen Sinn.“
Michael Wulinger, Jüdische Allgemeine – 18.2.2009

„Ein hellauf begeistertes Publikum feiert Deutschlands begabtesten Chansonnier etwa so tosend, als hätten Mick Jagger und seine Rolling Stones soeben das Heidelberger Theater gerockt. Wieder werden wir Zeuge davon, wie Tim Fischer mit minimalem Showaufwand maximale Wirkung erzielt. Sein Körper tut wenig. Sein Gesicht, seine Stimme indes tun viel. So gelingt ihm die bedingungslose Konzentration auf den Text, den er mit artikulatorischer Brillanz, nuancenreicher Stimmpallette und scheinbar unendlicher Mimenvariation vorträgt. Viele der abertausend Worte dieses Abends wären ja gar nicht so lustig, sondern todtraurig. Aber wenn sie aus dem Munde dieses Gottes schwappen, so ist kein Zwerchfell vor Beben sicher. Dass das Ganze süchtig macht, versteht sich von selbst.“
Stefan Dettlinger, Mannheimer Morgen – 7.2.2009

„Tim Fischer ist ein Künstler der Ausnahmeklasse. Der kleine zarte Mann überzeugt durch seine Stimme. Sie ist sein Instrument, mit dem er spielt, ebenso wie Mimik und Gestik.“
Ingeborg Salomon, Rhein-Neckar-Zeitung – 8.2.2009

„Tim Fischer singt intelligent distanziert und unendlich traurig von der Ortlosigkeit der Liebe und der Heimatlosigkeit des in Österreich geborenen jüdisch-amerikanischen Weltbürgers Georg Kreisler. Er ist quasi die letzte große Diseuse deutscher Zunge: Sein Vortragsstil wirkt, als hätte Zarah Leander einen Chansonkurs bei Bert Brecht belegt. Der Spagat zwischen kesser Lippe und der Diktion eines alten Burgtheater-Mimen gelingt dem 36-jährigen Künstler auf eindrucksvolle Weise.“
Werner Koczwara, Salzburger Nachrichten – 2.2.2009

„Tim Fischer ist grandios. Wenn er singt, hat das eine ganz eigene Klangfarbe. Und doch hat man, auch wegen der gleichen sprachlichen Virtuosität, Georg Kreisler irgendwie immer im Ohr und im Blick. Und das ist ein großes Kompliment.“ Heidemarie Klabacher, Drehpunkt Kultur Salzburg – 2.2.2009

„Der großartig giftige Autor und Komponist hat sich den Allerbesten ausgesucht, um seinen Gedanken Stimme und seinen Liedern gepfefferten Charme zu geben. Dieser Entertainer bleibt spielerisch in Erinnerung.“ Oberösterreichische Nachrichten – 2.2.2009

„So pur hat man ihn noch nie erlebt. Schmal und ohne jedes Chichi steht er im grauen Anzug auf der Bühne. Seine Interpretation ist so glasklar, dass er auf alles szenische Beiwerk verzichten kann. Seine Stimme umreißt er mit ihrer überdeutlichen Artikulation einen ganzen Kosmos voll geistvoller und abgründiger Philosophien. Lachenden Gesichts träufelt Fischer Vitrol in die trügerische Idylle, karikiert die verbissene Lebensfreude des Spießers. Vielleicht gibt es noch Hoffnung – für die, die ihre Träume verwirklichen. Vielleicht ist der Zyniker Georg Kreisler doch ein verkappter Romantiker. Ganz sicher aber ist Tim Fischer der denkbar beste Botschafter des deutschen Chansons. Eine Sternstunde, die niemanden kalt lässt.“ Barbro Schuchardt, Kölnische Rundschau – 24.1.2009

„Fischer kitzelt als eine Art Medium die absurde Komik aus den sprachgewaltigen Texten, setzt mit mimischen Mitteln Akzente – ein Kreislerianer reinsten Wassers, gleichzeitig spitzbübig und gemein, anklagend und resignierend, hinterhältig und unschuldig.“ Marianne Kolarik, Kölner Stadtanzeiger – 23.1.2009

Homepage:
http://www.timfischer.de

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