Hagen Rether präsentiert: “Liebe”

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Hagen Rether präsentiert: “Liebe”
Fri., 20.02.2009, Cäcilienschule Oldenburg , Beginn: 20:00 Uhr

Der Mann am Klavier leidet (in mehreren Rollen) am
bürgerlichen Leben wie auch den weltpolitischen Zuständen und macht
sich Luft in ätzenden Wortkaskaden – stets tagesaktuell. Dann spielt er
etwas Bach und schlachtet mehrere Popikonen, flüstert und schreit,
singt, grunzt und jodelt, schwadroniert Kultur- und
Kapitalismuskritisches, schleicht und rast im Wechsel über die
Schmerzgrenze des Publikums. Es purzeln Kategorien und Genre-Regeln:
Was ist das nur? Ein blasphemischer Liederabend? Dadaistisches
Improtheater? Slam-Poetry? Zeitgeist- Satire? Klaviercomedy oder
Polit-Kabarett? Jedenfalls dies: unverschämt.

Unauffällig wie ein Barpianist schleicht er sich mit einigen leisen
Akkorden heran, um scheinbar ganz unverbindlich ins Plaudern zu
geraten. Hier ein Witzchen, dort eine Übertreibung, da ein Kalauer und
plötzlich wird Rether so treffend und bösartig wie derzeit kaum einer
seiner Kollegen. Mit der einschmeichelnden Stimme des netten
Psychologen von Nebenan trifft Hagen Rether ins Schwarze, sei es beim
tagesaktuellen Bundesalltag oder den globalen Zusammenhängen im Großen
und Ganzen. Er schwankt virtuos zwischen Albernheit und tiefer Tragik,
Größenwahn und Verlegenheit, Flirt und Attacke - sein Publikum zwischen
Liebe, Lachtränen und stummem Entsetzen. Bittersüß!

Hagen Rether kommt aus Essen und macht so gutes Kabarett, dass er
seit 2003 mit Preisen überhäuft wurde. Er bietet eine frische Variante
im Kleinkunstgenre, voller Überraschungen in Form und Inhalt, lakonisch
und zynisch, klug und hintersinnig – und dabei so elegant, wie es Hagen
Rethers Äußeres verspricht. (Foto: G. Schreiber)

Pressestimmen:

“Drei Stunden lang nimmt er planvoll und ohne Hast, voller
Sarkasmus, Ironie und Angriffslust das Weltgetriebe auseinander – die
personifizierte Rache des ewig auf Abstand gehaltenen Intellektuellen
an den ,Machern´ dieser Welt. Die uralte kritische Botschaft, die
Verlogenheit der Konsumgesellschaft und des Establishments zu geißeln,
erfüllt er subversiv, nonchalant und hundsgemein”. (Süddeutsche
Zeitung)

“Keine Frage, mit Rethers kurzweilig-intelligenter, oft
hochpolitischer Pianoplauderei ist das deutsche Musikkabarett endlich
im 21. Jahrhundert angekommen.” ( FAZ)

“Das Programm heißt übrigens LIEBE. Es ist eine Sternstunde des Kabaretts.” (Frankfurter Rundschau)

“… ist Aufklärer und möchte im Lichte Kants und Lessings Erhellendes
sagen – gegen Heuchelei, Angstmacherei, Ungerechtigkeit und Verdummung.
Das sollte gutes Kabarett leisten, auch wenn es Gefühle verletzt.
Vielleicht muss gutes Kabarett heutzutage auch Gefühle verletzen, um
den Panzer aus Stumpfsinn zu durchschlagen, der sich über die Welt zu
legen droht.” (Mannheimer Morgen)

“Denn Hagen Rether hat viel mehr drauf: Er zeigte sich als eine Art
Neil Postman des Kabaretts, erbarmungslos nimmt er das Weltgeschehen
auseinander.” (Westdeutsche Zeitung)

“Rether ist zynisch, respektlos, politisch absolut unkorrekt und fabelhaft.” (Hamburger Abendblatt)

“Hagen Rether bringt etwas auf die Bühne, das bei jungen
Kabarettisten keineswegs selbstverständlich ist: einen eigenen Stil,
der gepaart ist mit Können, Souveränität und Ausstrahlung.”
(Stuttgarter Zeitung)

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